Kinofilme

Nicht jeder gedrehte Kinofilm schafft es letztlich, in einem Kino gezeigt zu werden. Ob und warum es der eine Film schafft und ein anderer nicht, entscheidet sich nach verschiedenen Kriterien. Zunächst hängt es davon ab, welche Arten von Kinos es gibt. Die Mehrzahl der heutigen Kinos sind Multiplexkinos mit mehreren Kinosälen, unterschiedlichen Saalgrößen und verschiedener neuer Vorführtechnik wie etwa der 3D-Technik. Diese Multiplexkinos orientieren sich in erster Linie am kommerziellen Erfolg.

Der kommerzielle Erfolg

Um kommerziellen Erfolg zu erzielen, wählen diese Kinos also Filme aus, von denen sie erwarten, dass sie für möglichst viele Zuschauer interessant sind. Von Interesse sind dabei an erster Stelle die sogenannten Blockbuster. Kinofilme sind meist technisch sehr aufwendig produziert und fast immer mit international bekannten Hauptdarstellern besetzt. Diese Hauptdarsteller sollen allein schon durch ihren Namen die Zuschauer in die Kinos locken. Noch idealer ist es, wenn es sich bei dem Film um eine Fortsetzung handelt. Die Zuschauer kennen meist schon mindestens einen Teil einer Filmreihe und können sich daher gut vorstellen, was für einen Film sie zu sehen bekommen werden. Wenn also ein erster Film einer Filmreihe hohe Zuschauerzahlen hatte, dann ist zu erwarten, dass diese Anzahl bei den Fortsetzungsfilmen ähnliche oder sogar noch größere Zuschauerzahlen anlocken wird. Das Genre reicht dabei vom Action- und Abenteuerfilm über die Horror- und Psychothriller hin zu den romantischen Liebesfilmen und Komödien. Die Königsklasse ist aber nach wie vor der Familienfilm. Familienfilme ohne oder mit nur ganz geringer Altersbeschränkung sind fast immer ein Garant dafür, dass diese Filme gut besucht werden. Die Quotenbringer sind dabei hauptsächlich die Zeichentrickfilme und seit einigen Jahren die Animationsfilme.

Die 3D-Technik

Seit der Erschaffung der neuartigen 3D-Technik von Regisseur James Cameron, die er bei Avatar so kunstvoll umgesetzt hat, werden immer mehr Filme in 3D gedreht. Der Einsatz dieser Kameratechnik ist aktuell fast ein Garant dafür, dass der Film in die Kinos kommt. Denn die Kinos wurden mit hohem finanziellem Aufwand technisch aufgerüstet. Diese Investition muss refinanziert werden. Also wird jeder Kinobetreiber jede sich bietende Möglichkeit nutzen, einen 3D-Film in sein Programm aufzunehmen.

Das Programmkino

In einem Programmkino werden dagegen die künstlerisch wesentlich anspruchsvolleren Autorenfilme gezeigt. Diese Filme werden als Arthouse bezeichnet. Das Ziel ist es, Filme zu zeigen, die nicht auf den kommerziellen Erfolg ausgerichtet sind. Die Betreiber müssen dennoch, da die Kinos rein privat ohne öffentliche Förderung betrieben werden, auf eine gewisse massenkompatible Programmgestaltung achten und nicht allein auf kulturrelevante Kriterien.