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Requisiten

30 Jan

Es gibt wohl keinen Gegenstand und kein Lebewesen, das nicht schon einmal Verwendung als Requisite in Film, Fernsehen oder auf Theaterbühnen gefunden hätte. Es sind bereits echte Pferde über Theaterbühnen stolziert oder man hat antike Schreibmaschinen, Obstkörbe, historische Autos, antikes Mobiliar, Hamsterkäfige oder ein Piano beschaffen müssen, um ein Stück auszustatten. Dabei ist auf die Zeit zu achten, in der das Stück spielt. Authentizität ist dem Requisiteur vor allem bei professionellen Projekten wichtig. In einem Laientheater behilft man sich oft mit Utensilien, die dem Zweck entsprechen. Notfalls werden sie gebastelt.

Auf der Jagd nach Requisiten

Eine Tischdecke aus Wachstuch ist heutzutage verhältnismäßig leicht zu beschaffen. Ob das in zwanzig Jahren noch so ist, darf man bezweifeln. Zeiten ändern sich – und damit werden die Requisiteure vor Probleme gestellt. Heute hilft ihnen oft das Internet weiter, aber ehemals mussten sie schon monatelang vor Beginn einer Produktion eine Liste der benötigten Requisiten erstellen und dann auf die Suche gehen. Man musste häufig in historischen Büchern recherchieren, was typisch für die Zeit war und es notfalls nach Modellen selber herstellen lassen. Kostümverleihe oder Theaterfundusse mussten gelegentlich herangezogen werden. Solange es nur um eine Tischdecke aus Wachstuch geht, hat man weniger Probleme – aber selbst hier wird vermutlich eine bestimmte Größe oder Farbstellung gebraucht.

Was ist eigentlich eine Requisits?

Als Requisite kann alles mögliche dienen, wie hier ein altes Buch


Im Allgemeinen versteht man darunter alle beweglichen Güter, die am Set oder auf der Bühne benötigt werden. Man stattet damit Theaterszenen, Bühnenkulissen oder Sets von Filmproduktionen aus. Wie umfangreich die Requisiten sind oder ob manches der Imagination des Zuschauers überlassen bleibt, ist verschieden. In historischen Filmproduktionen wird oft auf üppige Requisite und Kostüme aus der Zeit geachtet. In modernen Produktionen ist man geneigt, mit wenigen Requisiten zu arbeiten. Die ganze Produktion ist darauf angewiesen, dass alles reibungslos verläuft. Liegt eine wichtige Requisite – beispielsweise eine Waffe in einem Bühnenkrimi – nicht zur rechten Zeit am rechten Platz, kann das dramatische Konsequenzen haben. Bühnenbild bzw. Kulissen, Kostüme, Masken und Beleuchtung ergeben zusammen mit der Requisite die Ausstattung einer Produktion. Alle müssen perfekt aufeinander abgestimmt werden. Im Theaterleben gelten üblicherweise nur Gegenstände als Requisiten, die die Größe von Möbelstücken nicht überschreiten.

Was tut der Requisiteur?

Requisiteure oder Set Decorators brauchen für ihre Tätigkeit nicht selten einen Waffenschein und manchmal auch einen Befähigungsschein als Pyrotechniker. Der Bühnenrequisiteur muss gelegentlch auch optische Effekte erzeugen. Nebel- oder Schneemaschinen und Regenschläuche obliegen beim Film seiner Aufsicht. Seine hauptsächliche Aufgabe ist es aber, zur Produktion passende Gegenstände zu besorgen, gegebenenfalls herzustellen und bei der Vorstellung oder Filmszene bereit zu halten. Dazu bedarf es einer engen Zusammenarbeit mit Regisseuren, Darstellern, Kameramännern, Kostümnäherinnen, Zeichnern, Kulissenbauern und anderen Spezialisten. Der Requisiteur verwaltet die Requisitenkammer bzw. Requisite. Ob er die Gegenstände kauft, entleiht oder herstellt, hängt auch von den finanziellen Ressourcen und der Größe der Produktion ab. Kostbare Gegenstände müssen versichert werden. Beim Film oder Fernsehen kennt man die Aufteilung in Spezialisten für Innen- oder Außenrequisite bzw. “Greenery”, also Pflanzendekorationen. Die gewählten Gegenstände müssen unter anderem eine bestimmte Stimmung erzeugen oder eine Epoche zum Leben erwecken. Sie transportieren wesentliche Inhalte, die ohne Worte vermittelt werden. Noch wichtiger ist es aber, dass die Schauspieler die Bedeutung der Requisiten kennen und mit ihnen ganz natürlich umgehen. Manchmal muss der Requisiteur Ausstattungsgegenstände erklären, manchmal muss er sie auch entgegen historischer Vorbilder abändern, um dem gewünschten Effekt besser zu dienen.

Wie die Filmkultur die Mode beeinflusst

16 Jan

Sie laufen in den Kinos der ganzen Welt und prägen die Kultur vor allem der Jugendlichen. Sie behandeln Themen, mit denen sich die meisten Menschen identifizieren können, und sie bringen zum Lachen, zum Zittern vor Spannung und manchmal auch zum Weinen.

Kultfilme erhalten ihre besondere Wirkung aber nicht nur durch ihre Handlung und gute Schauspieler.

Die Mode, die die Protagonisten tragen, prägt die Stimmung eines Filmes und dessen Stil entscheidend mit – und damit auch den Einfluss auf die Zuschauer.

Viele lassen sich durch Filme beeinflussen und wollen so aussehen wie die Stars

Was Ikonen ausmacht

Jeder kennt das Bild von Audrey Hepburn, in dem sie mit einer verlängerten Zigarette, einem dicken Eyelinerstrich und einer klassischen Hochsteckfrisur vor der Kamera posiert. Sie trägt dazu ein schwarzes Etui-Kleid und pompösen Schmuck.

Das ist die “Kunstfigur” Audrey Hepburn, die in den sechziger Jahren als Schauspielerin berühmt wurde und bis heute eine Stilikone für viele Frauen darstellt. Das ist die Frau, die mit dem immer wiederkehrenden kosmetischen Trend “Eyeliner” verbunden wird.

Im einundzwanzigsten Jahrhundert haben sich Schauspielerinnen, Filminhalt und Mode verändert. Trotzdem haben sie modetechnisch immer noch eine richtungsweisende Wirkung.

In “Sex and the City” geht es um Männer, Freundschaft, Liebe und natürlich Mode. Sarah Jessica Parker als “Carrie Bradshaw” trägt ausschließlich hohe Schuhe und verkörpert einen ganz besonderen “urban chic”. Auch die Kleider, die sie privat trägt – egal ob zur Gala, zum Sport oder zum Shoppen – werden von Modemagazinen zum Nachstylen abgedruckt.

Richtige Stilikonen verleihen eben auch ihrer Arbeitskleidung und ganz normalen, alltäglichen Outfits einen besonderen Charme.

Das gleiche Prinzip gilt für die Darstellerinnen aus der Serie “Desperate Housewives“, die als Hausfrauen alle einen ganz unterschiedlichen Look, passend zu ihrem Charakter, verkörpern. Die eine als luxuriöse Verführerin, die andere elegant und klassisch – aber auch in Arbeitskleidung immer alles andere als langweilig.

Der Bezug zwischen Filminhalt und Modestil

Alles, was neu und hip wirkt, ist auf eine gewisse Weise frech und selbstsicher. Das gilt auch für Filme und die Mode, die darin getragen wird. Die Frauen sind selbstbewusst und haben eine ganz eigene, besondere Persönlichkeit, die Raum bietet, um sich mit ihr zu identifizieren. Sie sind auf ihre Weise schön und machen das, was sie tragen, automatisch zur Mode – vor allem weil ihr persönliches Empfinden von Ästhetik und modischen Kombinationen sich in ihrem Filmcharakter widerspiegelt.

Um den Lebensstil einer Generation wirklich zu prägen, bedarf es also mehr als lediglich eines hübschen Kleides. Das, was den Einfluss von Filmen auf Mode ausmacht, ist vor allem die Besonderheit der Schauspieler und deren lebensfrohe, frische und freche Ausstrahlung.

Und im Grunde ist es ja auch genau das, was einen wirklich schönen, modisch gekleideten Menschen im wahren Leben ausmacht.