Transamerica

In dem Tragik komischen Roadmovie, von Duncan Tuckers, erleben Sie die ungewöhnliche Vater-Sohn-Geschichte, deren Hauptdarsteller eine transsexuelle Frau und ein Stricherjunge spielen. Bei Transamerica handelt es sich um ein sehr mutiges Independentkino, das auch solche Themen auf die Leinwand bringt, die dem ach so prüden Amerika immer äußerst peinlich sind. Der Film weckt beim Betrachter die Frage, ob Menschen, die ihr biologisches Geschlecht umwandeln möchten, als geisteskrank bezeichnet werden dürfen.

Auch im öffentlichen Diskurs werden Sie oft diese Diskussion feststellen können, denn auch Ärzte und Psychiater bejahen diese These leider oft viel zu schnell. Allerdings wehren sich viele betroffene Menschen vehement dagegen, ihre Transsexualität als Krankheit anzusehen und dadurch eine soziale Stigmatisierung zu erleben. Eines der Anliegen der Macher von Transamerica ist sicherlich, auch Sie und all die anderen Filmbesucher davon zu überzeugen, dass es sich bei Transsexualität keinesfalls um eine geistige Krankheit, sondern um ein biologisches Bedürfnis der Betroffenen handelt. Auch wenn sich der zentrale Fokus bei Transamerica auf die Geschichte einer transsexuellen Frau richtet, so werden Sie sehr schnell feststellen, dass es im Film keinesfalls ausschließlich um diese Problematik geht.